Geburtstagsüberraschung

Im Frühsommer 2019 ist die Werderaner Feuerwehr mit einer Bitte/ Frage an uns herangetreten. Sie wollten wissen, ob einer unserer Oldtimer für eine Rundfahrt durch Werder zur Verfügung steht. Geplant war eine Überraschung zum 90. Geburtstag des ehemaligen Stadtwehrführers Siegfried Kranich. Wir sagten natürlich zu, mit dem Hinweis auf die Fahrtüchtigkeit unserer Oldtimer. Heiko und Horst checkten unsere beiden Horchs und entschieden, dass der Reihenhorch (Baujahr 1929) dafür am besten geeignet ist. Am 13.Oktober war es dann soweit. Es war herrlicher Sonnenschein und Heiko und ich fuhren bei knapp 20° nach Werder. Nachdem wir in der Wache in Werder eingetroffen waren, folgte eine Stellprobe für ein paar Erinnerungsfotos. Nach ein paar Mal hier rücken und da tauschen, wurde unser Schmuckstück dann von den Kameraden der FW Werder und ihren modernen FW-Fahrzeugen eingerahmt. Jetzt konnte es losgehen. Der Jubilar und seine Frau nahmen auf dem Horch Platz, es wurden ein paar Fotos geschossen und dann nahmen noch ehemalige Kameraden aus der Alters- undEhrenabteilung Platz.Die Fahrt führte über den Werderpark, durch die Innenstadt auf die Insel zum alten Rathaus. Dort wurden auch noch ein paar Erinnerungsfotos geschossen. Danach ging es geschlossen zurück zur Wache in der Kemnitzer Straße. Siegfried Kranich genoss die Fahrt. Der 90jährige Kranich und der 90jährige Horch hatten wohl einen guten Draht zu einander ;). Nachdem die Veranstaltung beendet war, fuhren Heiko und ich wieder gemütlich nach Plötzin zurück. Wir genossen die Oktobersonne in unserem Cabriolet.

 

von Michael Arndt

Instandsetzung des Allrad- Horchs ist im vollen Gange

Neuer Vorstand, neues Glück-oder so ähnlich. Vom Oldtimerfieber infiziert, haben wir uns dazu entschlossen, dem Allradhorch mehr Aufmerksamkeit zu widmen.Wie fing alles an?Heiko Wils und sein Vater Horst haben sich die letzten Jahre um unsere Oldtimer gekümmert. 2019 sollte endlich mehr Bewegung in die Oldtimer kommen. Dazu musste aber einiges getan werden. Wir brauchten Unterstützung. Durch Internetrecherche fand Heiko einen Restaurationsbetrieb in Zossen, der auch auf die Marke Horch spezialisiertist. Das ist die Firma Fahrzeugrestaurierung Rosenow. Wir nahmen telefonisch Kontakt auf und vereinbarten einen Termin. Das Gespräch war sehr erfolgreich. Anfangs herrschte ein wenig Zurückhaltung auf Seiten der Firma Rosenow, aber im Verlauf des Gesprächs hat Herr Spillner (Chef der Firma) gemerkt, dass es uns Ernst ist. Er hat uns mit wertvollen Tipps sehr geholfen und hat uns alle Fragen beantwortet. Zu unserer Freude hat er uns auch noch miteinem Satz Dichtungen für den Motor ausgestattet und überließ uns ein Reparaturhandbuch. Seitdem stehen wir in gutem Kontakt mit Herrn Spillner. Dann konnte es ja losgehen!Anfang August 2019 ging es dann endlich los. Wir begannen mit dem Abmontieren des Kühlergrills und des Ölkühlers. Danach wurde das Kühlwasser abgelassen und der Kühler abgebaut. Alles von Anlasser bis Zündverteiler wurde ausgebaut. Zum Zündverteiler komme ich später. Die erste Etappe war geschafft, als wir mit Hilfe eines Motorkrans den Motor aus dem Fahrzeug gehoben haben. Es wurde der Kühler durchgespült, die Kühlgänge im Motor wurden gespült und auch die Kühlwasserpumpe wurde gereinigt. Dabei mussten wir feststellen, dass an einigen Stellen die Dichtigkeit des Kühlkreislaufes nur noch durch die doch starke Verschmutzung gewährleistet war. Mit Hilfe eines Freundes und dessen Schweißkünste konnte Heiko die Undichtigkeiten beheben. Als nächstes haben wir uns dem Ölkreislauf gewidmet. D.h. wir haben das Öl abgelassen, die Ölwanne und den Ölfilter gereinigt. Ein weiterer Arbeitsschritt war es, die Krümmer abzubauen. Bevor alles wieder montiert wurde, haben wir die alten Dichtungen und ihre Rückstände entfernt. Bei der Montage der einzelnen Bauteile griffen wir auf den Dichtungssatz von der Firma Rosenow zurück und benutzten auch eine Dichtungsmasse. Wie es weiterging, kann sich jeder sicherlich denken. Der Motor wurde wieder eingebaut, alles montiert und sämtliche Flüssigkeiten aufgefüllt. Es fehlte nur noch eins, der Zündverteiler. Der ZündverteilerBei dem Gespräch mit Herrn Spillner spielte ich ihm auch ein Video vor, auf dem der Horch im Standgas zu hören war. Nachdem er den Motor gehört hatte, empfahl uns Herr Spillner, den Zündverteiler zu ihm zu bringen. Er wollte den Zündverteiler durchchecken, reinigen und wieder richtig einstellen. Heiko wurde mit dem Zündverteiler bei Herrn Spillner vorstellig. Was dann folgte, sollte uns noch Kopfschmerzen bereiten. Es stellte sich heraus, dass ein falscher Zündverteiler verbaut war. Dieser Zündverteiler ist für einen Reihen-8-Zylinder geeignet. Unser Horch (Baumuster 108) hat aber einen V8. Und was die Sache noch komplizierter machte, ist der Zylinderbankwinkel von 66°. Aufgrund dieses ungewöhnlichen Winkels konnte nicht jeder beliebige Zündverteiler verbaut werden. Wir brauchten den originalen Zündverteiler. Dieser Zündverteiler ist so gebaut, dass er zwei Zündkreisläufe bedient. JedeZylinderbank hat ihren eigenen Zündkreislauf. Herr Spillner hat uns ein Angebot für einen originalen Zündverteiler gemacht. Dieses Angebot hat uns aus den Socken gehauen. Wir überlegten hin und her, was sollen wir machen. Wir suchten im Internet, diskutierten usw. Da es unser Anliegen war den Horch auf Vordermann zu bringen, er wieder rund laufen sollte und wir das Fahrzeug noch lange fahren wollen, entschlossen wir uns, zusammen mit den Mitgliedern, dass wir den Zündverteiler kaufen.

 

Der Endspurt

 

Heiko holte den neuen Zündverteiler in Zossen ab. Dort erhielt er auch noch ein paar Tipps zum Einbau. Alle die bei den Arbeiten am Horch mitgeholfen haben (Heiko, Horst, Rene und ich) waren gespannt wie ein Flitzebogen. Haben wir alles wieder richtig zusammengebaut? Ist alles dicht? Und das Wichtigste, funktioniert der Motor mit dem neuen Zündverteiler? Der Zündverteiler wurde eingebaut und dann war es so weit. Der erste Startversuch. Verdammt die Batterie ist zu schwach. Starthilfe wurde organisiert.Und?

 

..... Es funktioniert!!! Er lebt wieder!!!

 

Der Horch hatte ein paar Schwierigkeiten in Gang zu kommen. Ein paar Fehlzündungen später lief er aber bestens. Die erste Ausfahrt brachte ihn richtig in Schwung.Vielen Dank an Heiko, Horst und Rene!

 

Von Michael Arndt

Plötzin feiert!

90 Jahre Feuerwehr

20 Jahre Jugendfeuerwehr

 

Es wird kräftig gefeiert, ein Fest für Jung und Alt.

 

Für das leibliche Wohl ist gesorgt: Schwein am Spieß, leckeres vom Grill, selbstgebackener Kuchen und vieles mehr.

Für unsere kleinen Gäste gibt es Spiel und Spaß mit der Jugendfeuerwehr: Kinderschminken, viele Spiele mit kleinen Überraschungen, das Rauchdemohaus und das Brandschutzerziehungsteam ist auch vor Ort.

Für alle Technikinteressierten gibt es eine Ausstellung

unserer 3 Feuerwehr-Oldtimer und natürlich auch der neuen Technik.

Zusätzlich können sich alle über den Feuerwehrsport und die Feuerwehrchronik

der Freiwilligen Feuerwehr Plötzin informieren.

 

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher und Gäste.

Besuch im Landesfeuerwehrmuseum Stendal

Besuch der Jugendfeuerwehr im Landesfeuerwehrmuseum Stendal


Auf dem Dienstplan der Jugendfeuerwehr stand am 23.03.2019 ein Ausflug in des Landesfeuerwehrmuseum Stendal. Alle Kinder waren am Morgen sehr aufgeregt und gespannt was sie dort alles zu sehen bekommen. 

Nach gemütlicher Fahrt ins Bundesland Sachsen-Anhalt sind wir bereits in Stendal erwartet worden. Durch zwei ehrenamtliche Mitarbeiter des Museum wurde wir 1,5 Stunden durch die vielen Räume und Hallen des Museums geführt worden. 


Im ersten Raum gab es eine Vitrine mit vielen Feuerwehrfahrzeugmodellen der ganzen Welt. Diese Autos faszinierten zunächst unsere Jungs. 

Anschließend erfuhren wir alles zur Brandbekämpfung vor über 200 Jahren. Teilweise gab es auch noch original erhaltene Uniformen und Löschmittel aus dieser Zeit zu sehen.

Weiter ging mit der motorisierten Wasserförderung. Es waren viele Tragkraftspritzen, Wasserwägen und Wasserbottiche ausgestellt. Besonders interessant war das Wasserfass auf Metallkufen. Dazu erfuhren wir, dass es nicht im Schnee eingesetzt wurde, sondern über die damaligen Sandwege gezogen wurde.

 In den nächsten Räumen sahen wir viele originale Dienst- und Einsatzuniformen. Besonders spannend war der Raum mit dem großen Pult und vielen Knöpfen. Es war eine vollfunktionsfähige alte Leitstellenanlage. So simulierten wir einen Notruf und das Vorgehen im Alarmfall einer Berufsfeuerwehr. Die vielen Lichter und Signale waren so echt, dass manch einer glaubte, die Feuerwehr fährt jetzt tatsächlich zum Einsatz. Sofort kam der Wunsch auf, einmal eine aktuelle Leitstellenzentrale zu besuchen. 


Viel spannender und interessanter waren aber die Fahrzeuge in der großen Halle. Zu sehen waren mehrere Handdruckspritzen, Leiterwagen und Tragkraftspritzenanhänger. Diverse Strahlrohre, Rettungstücher und Feuerwehrmotorräder. 

Für die Kinder der Jugendfeuerwehr gab es ein paar besondere Ausstellungsstücke. So faszinierte die große 2 Mann Kettensäge, die wie halbe Autos aussehenden Anhänger und ganz besonders der grüne Leiterwagen. 

Wer wollte durfte sich mal rein setzen und Fahrer spielen. Dabei mussten die Kinder feststellen, dass die alten Autos ganz schön schwer zu fahren sind als die heutigen Autos. 

Für die beiden Ältesten Jungen gab es die Möglichkeit auf ein Tatra Pulverlöschfahrzeug zu klettern und dort die Monitorwerfer zu bedienen. 

Damit aber alle aktiv mit eingebunden werden, suchte sich jeder, auch die Erwachsenen, einen Löscheimer. Dann wurde eine Eimerkette gebildet und der Brand erfolgreich gelöscht.


Kurz um für alle gab es spannende Sachen zu sehen. Zum Schluss waren alle gefüllt mit neuem Wissen zur Historie der Feuerwehr, aber zugleich auch ausgehungert denn die Mittagszeit war nah. Als Überraschung gab es dann einen Stopp bei McDonalds zum Stärken. 


Für alle war es ein schöner und lehrreicher Ausflug.